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Seite 4 von 5 Praxis: Bevor wir den Wechselrahmen routinemäßigen Leistungstests unterziehen, möchten wir Sinn und Funktion des MR-35SATA-A erläutern. Wechselrahmen waren vor der Einführung von S-ATA fast ausschließlich im Serverbereich anzutreffen. Dort wurde statt der IDE Schnittstelle hauptsächlich die SCSI Schnittstelle verbaut. SCSI ermöglicht, Festplatten im Betrieb zu wechseln. Demnach ist es sinnvoll, Festplatten direkt an der Front ausbauen zu können. Mit dem Einzug der S-ATA Technologie, profitieren nun auch Heimanwender von den Vorteilen des "Hot-Pluggging"(wörtlich: heiß tauschen). FANTEC verspricht sogar den Wechsel mit nur einem Handgriff. Beim Einlegen der Festplatte wird eine Feder gespannt, welche beim erneuten Öffnen der Frontklappe die Festplatte herausschiebt. Dadurch wird der Festplattenwechsel um einiges erleichtert. Bei herkömmlichen Wechselrahmen, muss die Festplatte in einen Festplatten-Träger geschraubt werden. Mit diesem kann die Festplatte dann in den Wechslerahmen geschoben werden. Für jede weitere Festplatte wird somit ein eigener Träger benötigt oder lästige Schrauberei ist von Nöten. Nicht so bei der MR Serie von Fantec, hier entfällt der Träger komplett, durch eine spezielle Konstruktion können die Festplatten direkt in den Wechselrahmen eingeschoben werden. Übrigens: Für Kunden mit SAS-Festplatten (Serial Attached SCSI), den Nachfolger von SCSI, hält Fantec das MR-35SAS bereit. Da der Einbau nahezu identisch mit dem Einbau eines DVD-Laufwerks ist, verzichten wir an dieser Stelle auf eine ausführliche Anleitung. Das Gehäuse muss lediglich festgeschraubt und mit Strom versorgt werden. Ist der Wechselrahmen am Stromnetz, leuchtet die blaue LED. Die darunterliegende, rote Variante, leuchtet bei Festplattenaktivität.
Die äußerst weichen Schwingungsabsorber lassen auf eine dementsprechend gute Entkopplungsfunktion hoffen. Und in der Tat: Fantec hat gute Arbeit geleistet. Die Schwingungen übertragen sich nicht auf das Gehäuse. Dadurch wird eine potenzielle Lärmquelle effektiv beseitigt. Praktischer Nebeneffekt: Auch beim Transport wird die Festplatte vor Erschütterungen geschützt. Obwohl der Wechselrahmen das Signal durch schleift, haben wir uns für einen routinemäßigen Leistungstest entschieden. Die Festplatte wird hierbei mit dem Programm HD Tune, unter anderem, auf ihre durchschnittliche Transferrate gebencht. Sollten das Ergebnis mit Wechselrahmen deutlich schlechter ausfallen, wird die Festplatte durch das Gehäuse ausgebremst. Die für diesen Test entscheidenden Komponenten: AMD Athlon X2 4000+ GA-MA69VM-S2 Corsair XMS2 DHX Series DIMM Kit 4GB PC2-6400U Samsung SpinPoint S250 250GB HD250HJ
Es ergibt sich ohne Wechselrahmen eine durchschnittliche Transferrate von 85,4 MB/s, sowie 85,2 MB/s mit Wechselrahmen. Abgesehen davon dass diese Differenz zu vernachlässigen ist, geht sie ausschließlich auf Schwankungen in der Testsoftware zurück. Nach mehreren Testläufen ist der Wert identisch. Demnach bescheinigt uns der Leistungstest: die Leistung ist identisch mit der, einer direkt eingebauten HDD. Die Temperatur steigerte sich im Test im Vergleich zur Platzierung im Festplattenkäfig um circa 2,5°C. Wer im Gehäuse noch ausreichend Platz besitzt, kann einen leisen Lüfter in der Nähe der Festplatte montieren, um eine bessere Luftzirkulation zu erreichen.
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